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20/07/10 |
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Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen trafen sich am vergangenen Sonntag rund 70 Anglerinnen und Angler aller Altersgruppen an den Gewässern der Insel Rott, um sowohl den diesjährigen Fischerkönig als auch den Fischerprinzen zu ermitteln. Trotz der während der letzten Tage herrschenden hohen Temperaturen wurden in der Folge in zwei Durchgängen am Vormittag und am Nachmittag einige, zumeist große Fische gefangen. Auch dieses Mal machten die Fischer die Erfahrung, dass es an den mittelgroßen Fischen, der Lieblingsbeute der Kormorane, fast gänzlich mangelte. Bei guten Angelbedingungen sicherte sich Josef Rosanowitsch mit einem hervorragenden Fangergebnis den 1. Platz in der Wertung der Erwachsenen und bekam somit von unserem 1. Vorstand Klaus Koller die Fischerkette umgehängt. Zweiter und Dritter wurden Christian Roth und Ronni Klostermeier, die auch beachtliche Fänge zu verzeichnen hatten. Als diesjähriger Fischerprinz geehrt wurde Fabian Fürniss, dessen Fang manch Erwachsenen vor Neid erblassen ließ. Auf dem 2. Platz der Nachwuchsangler folgte Marlon Ellert. Mit seinen 10 Jahren schaffte es unser Jungtalent, überwacht von seinem Onkel Jürgen Müller, zum Stolz seiner Mutter ganz alleine einen riesigen Fisch an Land zu ziehen. Den dritten Platz sicherte sich Julian Bartsch. Bei guter Laune und der Freude über eine wieder einmal gelungene Veranstaltung fand dann das Fischerwochenende am Sonntagabend seinen Abschluss. Gedankt sei an dieser Stelle allen Helferinnen und Helfern, die zum guten Gelingen beigetragen haben. Besonderer Dank gilt dem Küchenteam um Inge Federmann, Heidelore Gieß und Heiderose Fürniss, die mit der hervorragenden Bewirtung und Verköstigung einen entscheidenden Beitrag für das Wohlbefinden aller geleistet haben.
Der Fischerkönig Josef Rosanowitsch (2.v.r) und der Fischerprinz Fabian Fürniss (2.v.l.) mit den auf den Plätzen 2 und 3 folgenden Anglern.
Kormorandemo am 20. März 2010 in Ulm
Nach rund zwei Stunden machten wir auf einem Rastplatz
kurz vor Ulm eine Verpflegungs- und Pinkelpause. Da zeigte sich, wie hervorragend unsere
Linkenheimer Kollegen die Fahrt organisiert hatten. Bierbänke raus aus
dem Bus und jede Menge Wurstdosen, Brotlaibe, Essiggurken und Käse
standen kurze Zeit später bereit zum Verzehr.
Kurze Zeit später sah man dann auch schon aus der Ferne das Ulmer
Münster - der Zielort unserer Reise. Die zahlreichen Busse, die einem
schon auf der Autobahn begegnet waren , wurden allesamt auf einen großen
Parkplatz außerhalb geleitet. Dort sammelten sich im Laufe der Zeit über
100 !!! Busse, alle prall gefüllt mit Anglern. Wir bekamen erklärt, wie
es mit dem Transfer in die Innenstadt weitergehen sollte.
Dann ging es los. Alle 100 Busse wurden in einer riesigen Schlange
mit Polizeibegleitung über alle rote Ampeln in die Innenstadt zum
Münsterplatz gelotst. Dort angekommen hieß es auch gleich, dass die
unzähligen Transparente und Banner ausgeladen werden müssen -
schließlich wollten ja die mehr als 4000 Teilnehmer alle rechtzeitig zur
Demo vor dem Ulmer Münster sein. Das hat dann auch gut geklappt. Dort
angekommen, entwickelte sich unter lautstarker Megaphonanleitung auch
gleich eine tolle Aktion direkt vor dem Tagungszentrums des NABU, der an
dem Tag über den Kormoranschutz diskutieren wollte.
Dann folgten mehrere Redebeiträge der Offiziellen verschiedener Fischereiverbände, die die dramatische Lage unserer heimischen Fische eindrucksvoll darstellten. Immer wieder gefolgt von Umutsbekundungen in Richtung des NABU, der gegenüber tagte und von dem sich niemand auf den Balkonen des Tagungszentrums blicken ließ. NABU - buh, buh - und Stoppt den Kormoran klang es immer wieder von der großen Menge erzürnter Fischerinnen und Fischer aller Altersgruppen. Zahlreiche Fernsehteams, Kameraleute, Radioreporter und Journalisten führten am Rande unzählige Interviews mit den Vertretern der Fischereiverbände und mit Anglern. Auch unser Banner wurde mehrfach abgefilmt und fotografiert! Nach etwa zwei Stunden ging es dann wieder mittels Bustransfer zum Parkplatz außerhalb, wo der Busfahrer schon auf uns wartete. Bevor der Bus wieder Richtung Heimat fuhr, fand sich noch genügend Möglichkeit, um über die gelungene Demo zu diskutieren. Alles in allem wirklich eine eindrucksvolle Veranstaltung, die gezeigt hat, dass es in Sachen Gewässer- und Fischschutz wirklich fünf vor zwölf ist und die Angler und Fischer die Schnauze gestrichen voll haben.
Auch der Bayerische Rundfunk hat berichtet. Bitte hier klicken. Auf den Seiten des VfG findet sich zudem eine Bildergalerie der Demo. Presseartikel zum Thema Kormoran-Demo finden sich im Bereich Presse.
Änderung der
Landesfischereiverordnung zum 19. März 2010: "Ganzjährige Schonzeit für den Aal" Gilt beim Anglerverein Hochstetten für die Bereiche Insel Rott Süd und Nord sowie für den Altrheinarm.
Mehr dazu auch auf den Seiten des Verbandes für Fischerei und Gewässerschutz.
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Stand: 20.07.10